Applied Behavior Analysis (ABA)

 

Die Angewandte Verhaltensanalyse (Applied Behavior Analysis – ABA) gilt als die wissenschaftlich am besten abgesicherte Methode zur Behandlung von Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung. Viele Studien belegen, dass sich mit Hilfe dieser Therapieform die Fertigkeiten der Betroffenen deutlich verbessern, weshalb sie als die wirksamste Behandlung angesehen wird. 

 

 

 

Worauf basiert ABA?

ABA basiert auf lerntheoretischen Konzepten. Menschen sind ständig und lebenslang natürlichen Lernsituationen ausgesetzt. Jedes Verhalten wird durch das Umfeld beeinflusst und beeinflusst wiederum das Umfeld. Daher eignen sich Menschen automatisch Verhaltensweisen an, auf welche die Umgebung positiv reagiert. Menschen mit Autismus zeigen jedoch häufig ein anderes Lernverhalten und reagieren weniger stark auf soziale Rückmeldung. Daher muss für sie ein therapeutisches Umfeld geschaffen werden, welches ihrem Lernstil entgegenkommt und erwünschtes (Sozial-) verhalten aufbaut, sowie herausforderndes Verhalten verringert.

 

Was ist ABA konkret?

ABA beruht auf einem individuell zugeschnittenen Therapieplan, welcher die Fähigkeiten des Kindes, sowie die Wünsche und Anliegen der Eltern berücksichtigt und alle relevanten Entwicklungsbereiche fördert. Daher können ABA-Interventionen bei unterschiedlichen Menschen sehr unterschiedlich angelegt sein. Folgende Grundelemente haben alle ABA-Programme jedoch gemeinsam:

  • Es wird vorzugsweise im Kindesalter begonnen
  • Therapieziele werden dem Entwicklungsalter des Kindes angepasst
  • Fertigkeiten werden Schritt für Schritt geübt
  • Therapiefortschritte werden regelmäßig überprüft
  • Die Unabhängigkeit und Selbständigkeit sind langfristige Ziele und werden von Beginn an trainiert
  • Ein regelmäßiger Austausch mit Eltern ist unerlässlich
  • Zusammenarbeit mit dem familiären/sozialen Umfeld des Kindes ist wichtig (Besuch im Kindergarten/Schule oder Zuhause möglich)
  • Generalisierung (Verhalten soll in verschiedenen Situationen bzw. mit verschiedenen Menschen gezeigt werden) ist ein wichtiger Bestandteil

 

Folgende Fertigkeiten können beispielsweise gefördert werden:

  • Sprache/Kommunikation
  • Soziale Fähigkeiten
  • Aufmerksamkeit und Konzentration
  • Spielverhalten
  • Motorische Entwicklung
  • Schulische Fertigkeiten
  • Alltagspraktische Fähigkeiten

 

Durch die intensive Zuwendung in der 1:1 Situation erleben Kinder die Therapiestunde als Spiel, wodurch die Motivation zum Lernen erhöht wird. 

 

 

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